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Wilfried Plock ist kein Unbekannter in Deutschland, sondern Leiter der Konferenz für Gemeindegründung. Der Zustand der christlichen Gemeinden gerade hier in Deutschland ist ihm nicht egal. Und so beginnt er mit dem seufzenden Gebet: »Herr, du siehst, was mit der Gemeinde geschieht. Bitte lass mich nur etwas schreiben, was ihrem Wohl dient!« Das Gebet ist erhört worden. Plock schreibt einleitend über den Pragmatismus im allgemeinen: der Zweck heiligt die Mittel und wahr ist nur, was funktioniert. Übertragen und angewandt auf die Gemeindearbeit, werden biblische Grundpfeiler abgerissen und stattdessen Methoden installiert, die «funktionieren». Darauf aufbauend geht Plock mit deutlichen Worten auf die heutige Praxis ein und scheut sich nicht, prominente Andersdenkende beim Namen zu nennen. Alpha-Kurs, ProChrist, Willow Creek und Saddleback werden hinterfragt. Autoren wie Rick Warren und seine Bücher »Kirche mit Vision« und »Leben mit Vision« werden positiv aber auch kritisch gewürdigt. Wesentlicher Ansatzpunkt ist hierbei die Sichtweise, Messgröße für geistliche Frucht sei allein das zahlenmäßige Gemeindewachstum. Oft ist solches Wachstum nur Ergebnis pragmatischer Methoden wie moderne Musik oder falsche Versprechungen. Plock führt Zitate an und kontert mit Zitaten: Ein guter Verkäufer weiß, dass man immer bei den Bedürfnissen des Kunden beginnt und nicht mit dem Produkt. – Rick Warren, Kirche mit Vision, S.213 Binnen eines Jahres, nachdem wir entschieden hatten, was unser »Sound« sein sollte, explodierte das Wachstum in Saddleback. – Rick Warren, Kirche mit Vision, S.268 Die Christen sind gefangen in der Sucht nach Größe. … Wenn wir so denken, dann hören wir nur auf das alte, unbekehrte, egoistische Ich. Diese Einstellung kommt aus der Welt. Sie ist für den Christen gefährlicher als fleischliche Freuden oder Taten. Es ist das Fleisch. – Francis Schaeffer, No little people, S.18 Plock stellt heraus, dass die neutestamentliche Gemeinde ihrem Wesen nach Kontrastgesellschaft ist und der besucherfreundliche Ansatz dem widerstrebt. Mit dem Kundenbedürfnis wird oft nur das Fleisch befriedigt aber keine Seele gerettet. Evangelisation ist kein Marketing und Pragmatismus kein Bestandteil der biblischen Gemeindelehre. Dem biblischen Modell werden außerdem die feministische Bewegung und die gegenwärtigen Einheitsbestrebungen entgegengestellt. Der christliche Buchmarkt „strotzt vor religiöser Unterhaltung“. Plock ermutigt den Leser anhand von Bibelstellen, den Entwicklungen zu widerstehen. Sein abschließendes Plädoyer ist voller Leidenschaft und Klarheit. Der Leser wird aufgerufen, sich seiner geistlichen Verantwortung bewusst zu werden und zu den biblischen Prinzipien und besonders zur Treue dem Wort Gottes gegenüber zurückzukehren. Das Buch endet mit zwei Aufsätzen anderer Autoren im Anhang. Der letzte gibt Einblick in eine ge-sunde Gemeindearbeit, die «Wachstum nach Grundsätzen» mit sich bringt. Der «bessere Weg» wird aufgezeigt in sieben Punkten: 1. Ehrliche Einschätzung des geistlichen Zustands der Gemeinde Punkt 2 führt beispielhaft an: „Wir Leiter treffen uns dienstags um 6.00 Uhr morgens zum Gebet. Wir geben einander Rechenschaft. Das hält uns geistlich in Form.“ Das Buch öffnet die Augen für falsche Entwicklungen in christlichen Gemeinden und zeigt klar und deutlich die biblische Alternative, den schmalen Weg der Nachfolge. |
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